Telefon 040 / 570 007-0 Redingskamp 25, 22523 Hamburg
Mittwoch, 21. November 2018

Rollstuhlbasketball

Kinder

Eine Kinderrollstuhlgruppe befindet sich gerade in Vorbereitung. Nach den Sommerferien startet der SVE Hamburg in der neuen Inklusionssporthalle in Alsterdorf (Elisabeth-Flügge-Straße 8b) mit den ROLLI-KIDS. Als Unterstützer und Kooperationspartner haben wir das Sanitätshaus "motion-center" am Alsterdorfer Markt gewinnen können, die uns bei der Anschaffung und Wartung von Sportrollstühlen behilflich sind.

Trainingstag wird jeweils mittwochs von 17.15-18.30 Uhr sein. Diese Gruppe ist nicht nur für Rollstuhlfahrer-/innen gedacht, sondern auch "Fußgänger", die das coole Sportgerät einmal kennenlernen möchten, sind herzlich willkommen. Rollstühle stehen ausreichend zur Verfügung.

Kontakt: Stefan Schlegel, Tel: 040 / 570 007 20 oder stefan.schlegel@sve-hamburg.de

Erwachsene

Seit Sommer 2014 unterhält der SVE eine Rollstuhlbasketballgruppe für Erwachsenen. Zusammen mit dem SV Lurup treten alle SVE Basketballer-/innen in der Basketball-Gemeinschaft Hamburg-West in Aktion. Die Grundidee war von Anfang an, die Rollstuhlbasketballer in die "normale" Basketballabteilung und das dortige Vereinsleben zu inkludieren.

Kontakt: Denny Ertl, denny@bghamburg-west.de

Inklusion_Rollstuhlsport

Rollstuhlbasketball in Eidelstedt

"Rollstuhlbasketball passt doch hervorragend in unser sportliches PORTFOLIO", war die erste spontane Äußerung von Stefan Schlegel, dem Sportlichen Leiter des SVE. Kenner der Sportszene müssen dies wahrlich anerkennen. Der SVE verfügt über die größte Inklusionssportabteilung Norddeutschlands und die Vereinsbasketballer sind ebenfalls über die Stadtgrenzen hinaus in diversen Norddeutschen Ligen vertreten.

Die Initialzündung ging aber von dem 34jährigen, in Eidelstedt wohnhaften Denny Ertel aus. Ertel spielt seit seinem 10. Lebensjahr Rollstuhlbasketball und hatte in der vergangene Saison noch als Aufbauspieler in der Regionalliga für einen in Schleswig Holstein ansässigen Verein gespielt. Als Spieler, Trainer sowie ausgebildeter Schiedsrichter kennt er sich hervorragend in der Rollstuhlsportszene aus und suchte schon seit einiger Zeit einen passenden Verein in Hamburg. "Doch man glaubt es kaum, in der großen Metropolregion Hamburg gibt es momentan nur einen Rollstuhlbasketball-Club und der liegt auch noch im Ostteil der Stadt", bemängelt der gelernte Außenhandelskaufmann Denny Ertel die momentane Situation für Rollstuhlbasketballer. "Der Reiz ist schon recht groß, zusammen mit dem großen Partner eine neue Mannschaft im Westen von Hamburg aufzubauen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in der kommenden Saison mit der neuen SVE-Rolli- Mannschaft in der Oberliga einsteigen können."

Dass die Rollstuhlbasketballer schon richtig angekommen sind zeigt die Tatsache, dass sie direkt in die Basketballgemeinschaft (BG Hamburg West), den Zusammenschluss vom SV Lurup und dem SV Eidelstedt eingegliedert wurden. Die Regeln für den Rollstuhlbasketball sind an die des klassischen Basketballs angelehnt und nur in einigen Punkten an die Anforderungen des Rollstuhlgebrauchs angepasst. "Egal ob mit oder ohne Rollstuhl, wir sind alle eingefleischte Basketballer und gehören selbstverständlich zusammen", kommentierte der Abteilungsleiter Andreas Noll die Aufnahme der Rollstuhlbasketballer und die Erweiterung seines Funktionärsgremiums durch einen Rollstuhlbasketballvertreter.

"Die Rolli-Basketballer stellen eine tolle Bereicherung für unsere Abteilung da", schwärmt der selbständige IT-Spezialist Noll. Für wahr: Denn neben Menschen mit körperlicher Behinderung dürfen auch Nichtbehinderte oder zeitweise Beinverletzte mitspielen. Sie werden von den Rolli-Sportlern zwar als "Fußgänger" bezeichnet, sitzen im Spiel aber auch im Rollstuhl. "Vor allem deshalb ist Rollstuhl-Basketball eine Sportart, die besonders gut geeignet ist, das Miteinander zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern", schwärmt der Sportlehrer und SVE-Inklusionsbeauftragter Schlegel. Dazu kommt, dass Männer und Frauen selbst in hohen Spielklassen gemeinsam in einer Mannschaft spielen können.

Welche enormen zusätzlichen Anforderungen an das Basketballspiel im Rollstuhl sitzend gestellt werden, mussten der "Fußgänger" Noll und Schlegel beim Fotoshooting am eigenen Körper erfahren. Das "rollenden Sportgerät" wollte einfach nicht so wie sie wollten und schienen ein wahres "Eigenleben" zu haben.

Bild_Rollstuhlsport
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