Der diesjährige Neujahrsempfang des SVE Hamburg stand ganz im Zeichen des Abschieds unseres langjährigen Vorstandsvorsitzenden Martin Hildebrandt, der den Verein nach unglaublichen 38 Jahren verlassen wird und in seinen wohl verdienten Ruhestand gehen wird.
Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung zu unserem außergewöhnlichen Empfang. Außergewöhnlich deshalb, weil es ein besonderer Rahmen war. Außergewöhnlich aber auch deshalb, weil sich gleich drei Vertreter der Stadt Hamburg es nicht haben nehmen lassen, sich von Martin zu verabschieden. Neben der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank zählen auch Innensenator Andy Grote und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel zu den Gästen. Ein höher besetztes Podium ist fast nicht mehr umsetzbar.
Der Abend begann mit zwei Abschiedsreden unseres Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Körte und der Vorstandskollegin Maike Wulff, die nach der charmanten Begrüßung von Miriam Kuhl die zahlreichen Gesprächsrunden eröffneten.
Direkt im Anschluss folgte das Grußwort von Innensenator Andy Grote. „Es gibt gute Gründe, zum SVE zu kommen, da der Verein immer wieder auf sich aufmerksam macht und Menschen zusammenbringt“, betonte Grote zum Beginn seiner Rede. Zum Abschied von Martin Hildebrandt sagte Andy Grote, dass die Zeit geprägt war davon, dass der Verein über die Grenzen von Eidelstedt bekannt geworden ist. „Der SVE ist mehr als ein Sportverein, er ist ein Stück Heimat. Über den Stadtteil hinaus hat speziell Martin Hildebrandt seine Stimme eingebracht. Er hat den Verein als demokratischen Organismus gesehen, in dem alle gleich sind, in dem gemeinsame Entscheidungen getroffen werden. In all den Jahren der Zusammenarbeit war diese stets von Respekt geprägt. Durch Motoren und Antreiber wie Martin Hildebrandt hat sich der Sport in der Stadt Hamburg so stark entwickelt.“
Am Ende seines Grußwortes dankte Andy Grote Martin Hildebrandt für seine herausragende Arbeit für den SVE und den Hamburger Sport. Aus diesem Grund gab es für unseren Vorstandsvorsitzenden den Senatsteller der Freien und Hansestadt Hamburg.
Direkt im Anschluss ergänzten Katharina Fegebank und Dr. Andreas Dressel die Talkrunde. Die Zweite Bürgermeisterin bezeichnete Martin Hildebrandt als „irren Netzwerker, der immer schon da ist, wenn es etwas zu besprechen gibt.“ In all den vergangenen Jahren hat Frau Fegebank ihr Herz an den SVE verloren, auch durch die Liebe und Leidenschaft, die den Verein auszeichnet.
Dr. Dressel betonte, dass Martin Hildebrandt schon sehr früh sehr innovativ gewesen sei und die Ganztragsbetreuung an den Schulen rechtzeitig als Zukunftsfeld erkannt hatte. „Der SVE war durch ständig neue Ideen seiner Zeit immer einen Schritt voraus. Mir hat immer imponiert, dass es beim SVE nicht nur um den Sport ging, sondern beispielsweise auch um die Arbeit im Stadtteil.“
Martin Hildebrandt selbst sagte im Anschluss, dass sich die Arbeit in den zurückliegenden Jahren natürlich verändert habe, die Politik dabei aber auch wesentlich offener geworden ist.
Dr. Dressel erklärte weiterhin, dass Martin Hildebrandt auch dazu beigetragen hatte, dass es bei Neubauten von Schulturnhallen bereits im Vorfeld Absprachen zwischen den Verein und Schulbau Hamburg gibt.
Auf die Frage nach der Bedeutung des Sports sagte Andy Grote, dass der Sport die größte stabilisierende Kraft in der Demokratie sei, weil man über den Sport alle Teile der Gesellschaft erreichen kann. „Aus ganz vielen verschiedenen Menschen kann ein richtig starkes Team werden. Im Sport lernen wir, mit Unterschieden umzugehen. Wir akzeptieren uns in unserer Unterschiedlichkeit und respektieren einander.“
Katharina Fegebank wünschte Martin Hildebrandt zum Ende, dass er seine Leidenschaft für den Sport durch die Stadt trägt und dabei vor allem Groß und Klein überzeugt, im Mai beim Referendum für Hamburg abzustimmen.
In den anschließenden Talkrunden bedankten sich Vertreter des Sports und der Behörden für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Martin Hildebrandt. Dörte Kuhn (Vizepräsidentin HSB und Vorsitzende VTF), Sylvia Pille-Steppat (Vizepräsidentin HSB), Christian Okun (Präsident Hamburger Fußball-Verband) und Ulrich Lopatta (Vorstandsvorsitzender Walddörfer SV) schilderten in ihren Reden ihre Eindrücke und Erlebnisse aus den Jahren der Zusammenarbeit mit Martin Hildebrandt.
In der finalen Talkrunde über die Thematik „Olympia in Hamburg“ betonten Andy Grote, Dr. Anne Gnauk (Leiterin Olympiastützpzunkt) und Frank Thaleiser (Geschäftsführer Hamburg Marathon Veranstaltungs Gmbh) und Martin Hildebrandt, wie wichtig eine Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele für die Stadt und den Sport in und um Hamburg wäre.
Zum Ende eines schönen Empfangs übergab Martin Hildebrandt sinnbildlich als Staffelstab die Insignien des SVE an Miriam Kuhl als neue Vorstandsvorsitzende und an Sabrina Welzel als Finanzreferentin des Vorstands: Das Originalprotokoll der Altonaer Turnerschaft vom 24.07.1880 sowie die Sammelbüchse von Otto Willers aus dem Jahre 1884, mit der ein Vereinsbote seiner Zeit die Mitgliedsbeiträge einsammelte. Zudem dankte er dem gesamten SVE-Team im Ehren- und Hauptamt und den Wegbegleitern aus Politik und Sport sowie natürlich seiner Lebensgefährtin Conny, die ihm im Privaten (fast immer) alle Termine verziehen hat.