LARP-Lehrgang am Redingskamp

LARP-Lehrgang am Redingskamp Beim LARP-Lehrgang kamen die Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Vom 18. bis 20. Oktober führte das LARP-Kampftraining seinen zweiten und vorerst letzten großen Lehrgang durch. Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen über 40 Teilnehmer*innen zusammen, der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kam aus dem Raum München.

Der Lehrgang beinhaltete den Umgang mit unterschiedlichen historischen Kampftechniken und Waffen. Bei diesen Waffen war von langen Schwertern (zweihändig geführte Klingen) über einhändig geführte Schwerter und Dolche, sowie Mordäxte, Hellebarden, Speere und Kampfstäbe alles dabei. Die Techniken hierzu entstammen Manuskripten aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, welche im mitteleuropäischen Raum im Gebrauch waren.

Der Lehrgang begann am Freitag mit einem Vortrag und einer Vorführung der Techniken mit scharfen Schwertern und anderen Waffen aus Metall und Holz. Hierdurch konnten die Teilnehmer*innen erfahren, wie die Kampftechniken unter realen Bedingungen auf historischen Schlachtfeldern angewendet wurden. Durch dieses Zeigen der historisch korrekten Ausführung wurde den Teilnehmer*innen anschließend ermöglicht, Anpassungen, die für das Regelwerk des LARP nötig waren, zu verstehen. Beispielsweise sind die Waffen im LARP aus Schaumstoff und nicht aus Metall oder Holz, wodurch sich ihr Gewicht und damit ihre Bewegungseigenschaften verändern. Zudem sind im LARP einige Abwandlungen aus Sicherheitsgründen notwendig, zum Beispiel ist das Stechen oder Schlagen auf den Kopf nicht erlaubt. Daher werden Schläge, die historisch zu den Schläfen geführt werden, stattdessen zu den Schultern des Gegners geschlagen. Zusätzlich ist, anders als im Mittelalter, nicht der Tod oder die Kampfunfähigkeit eines Gegners das Ziel des Kampfes, sondern der Spaß und das sportlich und freudige Miteinander.

Am Samstag konnten die Teilnehmer*innen die am Freitag vorgeführten Techniken nun mit den LARP-Waffen selbst erlernen. Der Fokus hierbei lag auf der Anwendung im Duellkampf. Im späteren Verlauf des Tages folgte dann die Übertragung auf den Kampf gegen Mehrere. Die Teilnehmer*innen konnten dabei je nach individuellen Vorlieben aus Stangenwaffen (z. B. Speer, Hellebarde), Schwert und Schild oder dem Langen Schwert wählen.
Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Pizzaschmaus in geselliger Runde beschlossen.
Am Sonntag wurden den Teilnehmer*innen verschiedene mittelalterliche Techniken und Strategien für den Kampf in kleinen und großen Gruppen vermittelt: Wie man richtig in einer Schlachtreihe steht, wie man eine Schlachtreihe durchbricht, wie man ein Tor hält oder wie man ein Tor erobert. Zudem wurde ihnen der Umgang mit und Strategien gegen Fernkampfwaffen (z. B. Bögen) in der Schlacht nahegebracht.
Alle Teilnehmer*innen hatten großen Spaß an dieser Veranstaltung und wünschten sich, dass das LARP-Kampftraining Folgeveranstaltungen durchführt. Besonders erfreulich ist, dass die Trainer der Veranstaltung eingeladen wurden, auch in anderen deutschen Städten bei entsprechenden LARP-Gruppen Lehrgänge auszurichten, da hierfür großer Bedarf mitgeteilt wurde.
Auch mehrere Teilnehmer*innen, die aus dem Großraum Hamburg kamen, haben sich bereits freudig eingeschrieben, um am LARP-Kampftraining im regulären Sonntagstraining auf Dauer teilzunehmen.
Solltet Ihr nach dem Lesen dieses Berichts auch Lust bekommen haben, einmal LARP bzw. den historischen Kampf auszuprobieren, seid Ihr für ein Probetraining am Sonntag bei uns herzlich willkommen. Wir trainieren sonntags von 16:00 bis 18:30 Uhr in unserer Halle am Furtweg 56. (Kontakt: larp@sve-hamburg.de)