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    Reinhard Körte auf Mai-Empfang feierlich verabschiedet

    Reinhard Körte auf Mai-Empfang feierlich verabschiedet Reinhard Körte (l.) wurde von Senator Andy Grote mit dem silbernen Senatsteller geehrt.

    Der traditionelle SVE-Neujahrsempfang wurde in diesem Jahr aufgrund der Corona-Situation auf den 15. Mai verlegt. Bei diesem Mai-Empfang im Tanzsaal am Steinwiesenweg erhielt Reinhard Körte aus den Händen von Sportsenator Andy Grote den silbernen Senatsteller der Stadt Hamburg. Andy Grote würdigte unseren jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden damit für über 30 Jahre herausragende ehrenamtliche Arbeit für den SVE Hamburg. Reinhard Körte übernahm 1987 als Kassenwart der Jugendturnabteilung seine erste Aufgabe für den damaligen ETSV und war in den Folgejahren Schatzmeister, dritter Vorsitzender und schließlich seit dem 1.4.2018 auch 1. Vorsitzender des SVE. In diese Zeit fielen viele Projekte wie die Fusion 2003, die Umstrukturierung des Vereins, die Einführung einer neuen Beitragsordnung, die Gründung der Bildungspartner gGmbH, die Erstellung des Masterplans für den Sportpark Steinwiesenweg oder der Bau der Tennishalle in Othmarschen. Andy Grote würdigte Reinhard Körte als Baumeister, dem es gelungen ist, eine Strukturänderung einzuleiten und erfolgreich anzustoßen. „Es benötigt Menschen wie Reinhard Körte, um diese Stadt voranzubringen“, sagte Grote in seiner Laudatio.

    In seinem zuvor getätigen Grußwort ging Grote auf die zurückliegenden schwierigen Jahre der Pandemie ein. Vor allem die Vereine wurden von den massiven Einschränkungen enorm getroffen. Um die Verluste auszugleichen, befindet sich der Sport in Hamburg jetzt in einer Phase des Neustarts. „Wir sind aktuell auf einem sehr guten Weg“, erklärte Grote, „man merkt in der Stadt, dass der Sport wieder da ist.“
    Um den eingeschlagenen Weg voranzutreiben, soll eine ActiveCity-Strategie verabschiedet werden. Die Stadt Hamburg gibt sich damit ein sportgeprägtes Leitbild. Die entscheidende Kraft kommt dabei jedoch aus den Vereinen selbst. „Vor allem in der Pandemie hat sich gezeigt, dass die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte diejenigen waren, die den Sport am Leben gehalten haben“, sagte Grote am Ende seines Grußwortes.

    In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Moderatorin Jana Werner, der HSB-Präsidentin Katharina von Kodolitsch, Senator Andy Grote und dem SVE-Vorstandsvorsitzenden Martin Hildebrandt ging es hauptsächlich um die Frage, welche Querschnittsaufgaben der Sport in der Gesellschaft hat.
    Andy Grote betonte dabei, dass fast nur der Sport das Potential hat, Menschen aus verschiedensten Kulturen zusammenzubringen. Die neue HSB-Präsidentin Katharina von Kodolitsch erklärte, dass gerade kleine und mittlere Vereine große Schwierigkeiten nach der Pandemie haben, da es aktuell problematisch ist, das Ehrenamt zurück zum Sport zu bekommen. In den Vereinen fehlen vor allem ehrenamtliche Helfer und Trainer.
    Martin Hildebrandt konnte dies nur bestätigen und erklärte, dass es im Verein derzeit vor allem an qualifizierten Honorartrainerin fehlen würde, qualifiziertes Personal sei schwer zu bekommen.
    Um vor allem die ehrenamtlichen Helfer*innen wieder für den Sport zu gewinnen, soll es laut Andy Grote eine Qualifizierungsoffensive für das Ehrenamt geben. Parallel dazu sollen bei steigenden Energiekosten mehr Angebote im Freien entstehen, dies mit aktiver Betreuung durch die Vereine. Der geplante Sportpark Steinwiesenweg sei dafür eine Art Pilotprojekt.
    Neben dem Verlust an Ehrenamtlichen bleiben auch nach der Pandemie noch immer vor allem ältere Menschen dem Sport fern. Katharina von Kodolitsch betonte, dass man durch persönlichen Kontakt diese Menschen wieder für den aktiven Sport begeistern müsse. Andy Grote bestätigte den Ansatz und schlug vor, aktiv auf die Senioren zuzugehen und die Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten abzuholen.

    Ein wichtiger Aspekt für den Zusammenhalt und die Aufgaben des Sports sind die Rahmenbedingungen, die die Politik dem Sport bieten muss. Martin Hildebrandt beschrieb die Vereine als eine Art Heimat: „Es ist unsere Aufgabe, sich um die Menschen zu kümmern. Wir benötigen jedoch eine Brücke von der Jugendhilfe zum Verein.“ Der Senator nahm die Aufforderung auf und versprach, dass man an gemeinsamen Finanzierungsmöglichkeiten arbeiten werde und konzeptionell Lösungen finden muss, wie man Jugendliche erreicht.

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